Human True Type

März 11th, 2007 (gerettet aus dem damaligen Blog, die Bilder sind leider verloren gegangen)

Ich hatte diese doofe Idee, meine eigene Schrift digital (z.B. in Office) verwenden zu können. Da ich schon seit meiner Lehre keine Schreibschrift mehr schrub, sollte es eigentlich keine Hindernisse geben.

Natürlich sollte das ganze kostenlos sein, daher folgend eine Zusammenfassung meiner Erfahrungen nach, wie es für einen Neu-Anfänger am einfachsten zu realisieren sein sollte:

1. herunterladen und installieren. Cygwin ist Emulation der Linux API unter Windows. Beim installieren hatte ich schon so meine Herausforderungen. Und zwar konnte ich X-Windows nicht starten. Nach Anpassung des Pfades in der “startxwin.bat” klappte es dann endlich. (Aber das merkt man eigentlich eh erst nach Schritt 2.

2. FontForge herunterladen, und streng nach der manuellen (!) Installationsanleitung vorgehen.

3. FontForge mit dem Befehl “fontforge -new” auf der Bash starten

4. Ein Blatt Papier zur Hand nehmen und Text schreiben den man dann einscannt um an seine eigenen Zeichen ran zukommen. Es empfiehlt sich ein kariertes Papier zu verwenden um später die unterschiedlichen Skalierungen schön zu sehen.

5. Nach folgender Anleitung vorgehen. Dort ist eigentlich alles wichtige beschrieben, dennoch nachträglich mal ein paar Tips von mir wie man das ganze handhaben sollte, und was wichtig zu beachten ist!

Mit den Tastenkombinationen von FontForge vertraut machen! Mann kann zwischen den Buchstaben hin- und herspringen, und auch schnell Vorlagen mit Strg+I importieren.

Wichtig: bei einem “o” z.B. den äußeren Rand im Uhrzeigersinn en inneren gegen den Uhrzeigersinn zeichnen!

“Elements” => “Font Info…” ausfüllen und eine Random ID nach dem speichern generieren lassen!

Am schnellsten geht es wenn man zuerst alle Buchstaben einscannt, dann ausschneidet, und einzeln abspeichert (z.B. a.gif, b.gif, c.gif…) dann zu jedem Zeichen diese Vorlage importieren, dann alle Zeichen durchgehen und das Bild justieren (Jetzt ist das Karierte Papier von Vorteil) und zwar dass der untere Strich des Karos auch auf der 0-inie unten liegt. Ebenso ist es wichtig jedes Zeichen nach links zu verschieben, so dass der Anfang auf der vertikalen 0-Linie liegt.

Nun wieder alle durchgehen und alle ein wenig auf gleiche höhe grösse bringen. Diesen Schritt hatte ich aber bewusst weggelassen, denn das gibt einer Schrift einen etwas wilderen Touch

Dann die Linien Zeichnen!

Falls ihr mal aus versehen Linien im Background gezeichnet habt könnt ihr diese im Background(!) ausschneiden und im Foreground wieder einfügen.

Das Programm lief bei mir stabil, trotzdem würde ich von Zeit zu Zeit speichern.

Als letztes alle Zeichen durchgehen und die rechte vertikale Linie nach links ziehen, um den Abstand zum nächsten Zeichen beim schreiben festzulegen.

Für das produktive erstellen, hat meine Erfahrung gezeigt, dass man viel schneller ist, wenn man eben alle schritte jeweils für jeden Buchstaben einzeln durchführt, also zuerst alle importieren, dann alle skalieren, dann alle zeichnen, dann alle anpassen. Hin und herschalten kann man ja recht schnell mit der jeweiligen Buchstabentaste.